Niedersachsen bringt 13000 Pistolen auf den Markt
Niedersachsen bringt 13 000 Pistolen auf den Markt
Ausgediente Polizeiwaffen versteigert - Opposition wirft Innenminister “Geschmacklosigkeit” gegenüber Amok-Opfern vor.
Hannover - Der Verkauf ausgedienter Polizeiwaffen durch das niedersächsische Innenministerium hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Wie am Freitag bekannt wurde, hat die Behörde in den vergangenen Jahren ausrangierte Dienstwaffen für knapp drei Millionen Euro verkauft, um damit die Haushaltskasse des Landes aufzubessern. 13 000 Pistolen der Innenbehörde gelangten auf diese Weise auf den internationalen Waffenmarkt. Mit Blick auf den Amoklauf von Winnenden warf die SPD Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) eine “ungeheure Geschmacklosigkeit” vor. Die Grünen sprachen von einem “verwerflichen Vorgehen”, das sofort eingestellt werden müsse.
Aufgedeckt wurde der Waffenverkauf durch Recherchen des NDR. Danach pflegen auch andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz diese Veräußerungs-Praxis. Bremen, Hamburg oder Schleswig-Holstein verzichten laut NDR dagegen auf einen Verkauf alter Waffen und lassen sie einschmelzen.
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